Fachwerkidylle und Hochhausglanz
Große Distanzen kennt man in „Mainhattan“ nicht - fast alle Sehenswürdigkeiten liegen im Zentrum oder nur wenige Minuten entfernt. Zu Fuß, per Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich die Stadt wunderbar erobern - das Auto bleibt am besten gleich in der (Hotel-)Garage.
Denn trotz seiner vielen Museen ist Frankfurt vor allem eine Outdoor-Destination, ein lebendiges Stück Architekturgeschichte. Futuristische Bankenpaläste und historische Bürgerpalais, ehrwürdige Kirchen und freche U-Bahn-Stationen, stille Parks und belebte Einkaufsstraßen bilden ein stimmiges, nur dem Flaneur sich wirklich erschließendes Puzzle. Regelmäßig werden in ihm alte Teile ersetzt und immer wieder auch neue hinzugefügt.
Das gilt auch für jene Stadtteile, die den historischen Kern Frankfurts umschließen und von denen jeder seinen ganz eigenen Charakter hat. In ein paar Spazier- oder U-Bahnminuten sind sie problemlos zu erreichen. Auch für die Erkundung von Frankfurts einzigartiger Museumslandschaft braucht man kein Auto. Fast fünfzig Sammlungen und Institute - von Avantgarde bis Alte Meister, von Technik bis Natur - liegen innerhalb der Stadtgrenzen, viele am sogenannten Museumsufer, dem Schaumainkai, im südlich des Flusses beginnenden Stadtteil Sachsenhausen. Und auch bei diesen Sammlungen gilt: Ständig wird dort erweitert, restauriert, renoviert. Es entstehen neue Anbauten oder gar ganz neue Hüllen für die Kollektion - wie z. B. im Falle des Museums für Komische Kunst (Caricatura), des Historischen Museums, des Eintracht-Museums und des Kinder-Museums.
Sammeln gehörte von jeher zu den Leidenschaften der Frankfurter Bürger. Zahlreiche Kollektionen datieren daher bereits aus dem 18. oder frühen 19. Jh. Fast alle befinden sich in repräsentativen Räumlichkeiten, oft mit eigener Gastronomie. Die traditionsreichen residieren in noblen Villen, für die neueren wurden zeitgenössische Stararchitekten wie Hans Hollein, Richard Meier, Günter Behnisch oder Oswald Mathias Ungers verpflichtet. Neben den städtischen Sammlungen existiert eine Vielzahl reizvoller Privatkollektionen.
Da Kunst und Kommerz in der Handels- und Bankenstadt Frankfurt schon immer zusammengehörten, besitzen auch einige große Geldinstitute inzwischen eigene Sammlungen, die sie mitunter für Besucher öffnen. Außerdem hat sich eine rege Galerienszene etabliert, vor allem in der Umgebung des Museums für Moderne Kunst, des Kunstvereins und der Kunsthalle Schirn. Das Gros der Museen verfügt über einen eigenen Internetauftritt. Als Navigationseinstieg empfiehlt sich
http://www.kultur.frankfurt.de; eine gute Galerienübersicht mit aktuellen Ausstellungshinweisen bietet überdies
http://www.germangalleries.com unter dem Stichwort Frankfurt. Die Eintrittspreise in den Frankfurter Museen betragen zwischen 2,50 und 8 Euro, Kinder zahlen in der Regel die Hälfte. Am letzten Samstag im Monat gewähren einige städtische Museen freien Eintritt.