Zürichs Wahrzeichen
Zürichs bekanntestes Wahrzeichen ragt mit seiner Doppelturmfassade markant über die Altstadt und den Limmat-Fluss. Die Türme geben bei näherem Hinsehen Aufschluss über Alter und Bauzeit der Kirche. Bis zur Dachkante lassen sie den romanischen, darüber den gotischen Stil erkennen. Die abschließenden neogotischen Spitzhelme wurden erst Ende des 18. Jahrhunderts aufgesetzt – nicht ganz zur Freude des Schriftstellers Victor Hugo, der sie mal als „hässliche Pfefferbüchsen“ bezeichnete. Ebenfalls romanischen Ursprungs sind der Kreuzgang und die sehenswerte Krypta aus dem 11. Jahrhundert, zugleich ältester Teil der Kirche. Darin erhaltene Wandmalereien erzählen das Martyrium der beiden Stadtheiligen Felix und Regula. Gemäß der Legende sollen sie nach vollzogener Enthauptung am Ufer der Limmat ihre abgeschlagenen Köpfe bis zu der Stelle getragen haben, an der später Karl der Große die Vorgängerkirche des Grossmünsters stiftete. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen die Giacometti-Fenster im Chor (1933) – sie erzählen die Weihnachtsgeschichte – und die erst kürzlich eingesetzten Kirchenfenster des Malers Sigmar Polke im westlichen Teil des Kirchenschiffs. Spektakuläre Zürich-Aussichten garantiert der Turmaufstieg über 187 Stufen.















