Parade der Gründerzeitmonumente an Wiens Prachtboulevard
Nachdem Kaiser Franz Joseph 1857 befohlen hatte, Wiens alte Befestigungsanlagen zu schleifen, ließ er an ihrer Stelle einen Prachtboulevard anlegen, der das historische Stadtzentrum umschließt und an zwei Stellen am Ufer des Donaukanals in den Franz-Josefs-Kai mündet. Diese 4,5 km lange „Ringstraße“ wird von zahlreichen teils privaten, teils öffentlichen Prunkbauten im „Ringstraßenstil“ gesäumt. Alle imitieren Baustile früherer Epochen, von der griechisch-römischen Antike über die Kathedralengotik sowie Renaissance und Barock bis zu allerlei Stilmischungen des Historismus. Als städtebauliches Gesamtkunstwerk hat der 1865 eingeweihte „Ring“ in keiner anderen Metropole Europas seinesgleichen. Entlang der Ringstraße müssen sich Fußgänger den Gehsteig abschnittsweise mit Radfahrern teilen.






