Peak-Rundweg: Atemberaubendes Panorama
So heißt die ganze Gipfelregion um die mit 552 m höchste Erhebung der Insel. Im 19. Jh., als Tropenkrankheiten in Hongkong noch ein Problem waren, galt der Peak unter den Kolonialherren als einzige Wohngegend, in der man gute Chancen hatte, den Sommer zu überleben. Chinesen war die Ansiedlung bis 1945 verboten. Unbedingt muss man mit der alten Standseilbahn, der Peak Tram, hinauffahren (Talstation). Oben kommen Sie im Peak Tower an, einem Komplex aus Läden, Restaurants, Terrassen und anderen Verlockungen.
Ignorieren Sie am besten den ganzen Peak Tower, und gehen Sie vom Ausgang nach rechts in die schmale Lugard Road. Denn nur wer über diesen Fußweg etwa 800 m weit bis zum Steilhang läuft, erlebt das Panorama in seiner ganzen Pracht. In der Abenddämmerung ist der Blick schlicht überwältigend. Für den gesamten Peak-Rundweg (keine Steigungen) brauchen Sie ohne Pausen etwa 50 Minuten. Ein Aufstieg zum Gipfel lohnt kaum. Nicht versäumen: eine Rast im Peak Lookout (siehe Kapitel „Essen & Trinken“).
Sind Sie gut zu Fuß, sollten Sie bei Tage über den erstaunlichen Central Green Trail zurückkehren. Gehen Sie am Peak Tower vorbei nach Osten (Findlay Road). Halten Sie sich bei einer Gabelung talseitig (Severn Road). Biegen Sie beim Schild links ab in den Hospital Path. An dessen Ende gehen Sie ein Stück nach rechts. Am Ende des Parkplatzes informiert eine Tafel über den Trail, der von dort durch subtropischen Dschungel abwärts führt - immer wieder mit tollem Blick auf den Hochhausdschungel. Die Route geht über Chatham Path, Clovelly Path, Brewin Path und Tramway Path, quert zweimal die Peak-Tram-Strecke und endet an der Talstation. Dauer 1-1½ Stunden, bei feuchtem Grund ist der Weg gefährlich rutschig!
Peak Tram: Zwei klimatisierte Doppelwaggons pendeln, von je einem 1500 m langen Kabel gezogen, zwischen der Talstation an der Garden Road und der 400 m hoch gelegenen Bergstation und überwinden dabei eine Höhendifferenz von 367 m. Etwaiger Nervenkitzel wäre unbegründet: Es gab seit der Inbetriebnahme im Jahr 1888 noch nie einen Unfall.

