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Aasiaat (dän. Egedesminde) ist eine grönländische Stadt an der Westküste im südlichen Bereich der Diskobucht. Sie zählt rund 3.310 Einwohner.
Egedesminde wurde 1759 von Nils Egede, dem zweiten Sohn Hans Egedes, auf der Halbinsel Eqalussuit gegründet und 1763 auf die Insel Aasiaat verlegt, einen historischen Platz, der schon 2500 v. Chr. von Inuit besiedelt war.
Während der Walfangperiode im 18. Jahrhundert fand reger Handel mit den Walfängern aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und anderen Nationen statt. Eine Tranfabrik versorgte Europa mit Lampenöl. Durch die Walfänger eingeschleppte Krankheiten führten immer wieder zu Epidemien.
Der Lebensunterhalt wurde, wie in Grönland früher üblich, vor allem durch Fischfang, Robbenjagd und Walfang mit dem Kajak bestritten. Im späten Frühjahr zog man an die Südostküste, um die in großer Zahl an der Küste ziehenden Ammassaten, kleine Lachsfische, die aber größer sind als der Stint, zu fangen. Die Ammassaten waren so zahlreich, dass man sie mit Wäschekörben fangen konnte.
Im Zweiten Weltkrieg spielte Aasiaat eine wichtige Rolle bei der Versorgung der alliierten Truppen in Grönland. 1942 wurden von den Amerikanern eine Wetterstation mit zwei Baracken als kleinem Stützpunkt errichtet.
Das heutige Aasiaat ist ein moderner Ort mit Krankenhaus, Schule, Kindergarten, Heliport und Satellitenstation. Haupterwerbsquelle ist der Fisch- und Krabbenfang und die Verarbeitung in der Fischfabrik. Auch touristisch ist Aasiaat interessant. (...) mehr...
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