Qaanaaq (Thule District) Reiseführer

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Qaanaaq (Thule District)

Qaanaaq (Thule District)


Qaanaaq (auch Thule nach der Region genannt) ist der größte Ort der nördlichsten Region von Grönland, Avanersuaq. Qaanaaq ist gleichzeitig auch die nördlichste Stadt und Kommune in Grönland. Ihre Einwohnerzahl beträgt in etwa 640 Personen.
Zur Kommune Qaanaaq gehören die Orte Savissivik (ca. 110 Ew.), Siorapaluk (ca. 85 Ew.), Moriusaq (ca. 40 Ew.), Qeqertat (ca. 22 Ew.) und Qeqertarsuaq (ca. 5-10 Ew.), außerdem die heute nicht mehr ganzjährig bewohnten Orte Etah und Neqe. In der Thule Air Base, die von der Kommune Qaanaaq umgeben ist, nicht aber zu dieser oder einer anderen Kommune gehört, leben ca. 800 Menschen, die meisten Zivilisten und darunter eine wachsende Anzahl Einheimischer.
Qaanaaq liegt im Nordwesten des Landes an der Baffin Bay an einem Fjord, rund 200 Kilometer südwestlich des geomagnetischen Nordpols.
In der Nähe des Ortes, etwa 90 km Luftline entfernt im Süden, liegt die Thule Air Base. Diese wurde 1952 am Platz der ursprünglichen Siedlung Uummannaq (Dundas) errichtet, die im Jahre 1953 komplett zwangsumgesiedelt wurde. Die meisten der Bewohner entschieden sich für Qaanaaq als neue Heimat. Von dem Luftstützpunkt aus kann der Ort innerhalb einer Stunde mittels eines Hubschraubers erreicht werden.
Am 22. Januar 1968 stürzte ein von dort startender Langstreckenbomber B-52 mit vier Wasserstoffbomben ab. Erst am 29. Juni 1995 gab der dänische Außenminister Niels Helveg Petersen zu, dass der dänische Staatsminister Hans Christian Hansen 1957 den USA das Recht einräumte, Atomwaffen in Thule zu lagern und mit Atomwaffen grönländisches Territorium zu überfliegen. Dies weckte nicht nur Entschädigungsforderungen der damals eingesetzten und verstrahlten einheimischen Arbeiter und Gefangenen, sondern die grönländische Regierung forderte gleichzeitig eine Entschädigung für die Zwangsumsiedlung von 1953. Während die Arbeiter und Gefangenen bereits 1995 entschädigt wurden, bekamen die Thule-Bewohner erst 1999 Recht, als die Umsiedlung als ungesetzlich bezeichnet wurde, aber nicht der Bau der Airbase selber. Sie erhielten eine bescheidene Entschädigung. (...) mehr...

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