Zwischen der durch den Humboldtstrom erwärmten Küste bis zur trockensten Wüste der Erde, der Atacama-Wüste: Peru, das im Westen Südamerikas gelegene Land, gleicht fast einem Mini-Kontinent, der eine unglaubliche Vielzahl an Sprachen, Traditionen, dem größten See der Welt, dem Titicaca See und jede Menge verschiedenste Tiere beherbergt. Hier gibt es für jeden etwas zu sehen, zu erleben oder zu entdecken.

Peru versteckt seine Tempel im Jungel, wilde Flüsse fließen durch Cuzco, der Amazonas ist die Heimat von Shamanen, hohen Bergen wie dem Machu Picchu und heißen, tropischen Regenwäldern. Die beste Zeit, nach Peru zu fahren ist Juni bis August, wenn man auf die Berge will. Im Winter, zwischen Dezember und März ist es sehr nass da oben, im Süden und damit im Jungel regent es sowieso das ganze Jahr. Da das Land so viele Sehenswürdigkeiten beherbergt, möchte ich mich hier auf die kulturell (Inkas!) und sportliche (Berge!) Region Cuzcos beschränken.
Älter sind nur die Götter…
Der Sage nach wurde die Gegend in grauer Vorzeit von den Tampus, einem Volk der Quechua-Indianer, bewohnt. Sie sollen die ersten Menschen gewesen sein – älter seien nur die Götter. Die Hauptstadt der gleichnamigen Region und der Provinz Cusco im Zentrum des peruanischen Andenhochlandes. Sie liegt in 3.416 m Höhe und hat etwa 320.000 Einwohner.
Die Stadt ist in erster Linie deswegen eines der ersten Anlaufsplätze für Touristen, da hier die berühmte Stadt und gleichzeitiges Weltkulturerbe Machu Picchu liegt. Dieser beeindruckende, um 1450 erbaute Ort umfasste damals 216 steinerne Bauten, die mit einem System von Treppen verbunden waren. Etwa 3.000 Stufen sind heute noch erhalten, ebenso wie die Außenmauern der zum Teil mehrgeschossigen Wohnbauten.
Die Region bietet aber nicht nur Kulturfans ziemlich viel Material, sondern auch Bergsteiger, die eine wirklich sagenhafte Aussicht sehen wollen, kommen auf ihre Kosten:
Die Inkas waren ein schlaues Volk (man glaubt heute sogar, dass die Bewohner mit Hilfe von Terrassen in luftiger Höhe Ackerbau betrieben) und bauten versteckte Kurierpfade durch ihr Reich, auch zwischen der Hauptstadt Cuzco und Machu Picchu. Ein Teil dieser Strecke von etwa 40 Kilometern gilt bei Alpinisten heute als Geheimtipp: es gilt, frühzeitig zu buchen, denn die Regierung hat die Zahl der Wanderer beschränkt. Übernachtet wird im Zelt, den Proviant haben die Begleiter dabei. Die Strecke führt bis auf 4200 Meter Höhe. Nachts kann es kalt werden, und tagsüber brennt die Hochlandsonne. (Als Anfänger sollte man die Tour nicht machen.)
Für die Tour zum Machu Picchu sollte man ein wenig Zeit einplanen, nämlich mindestenss 3 Tage. Auf dem Weg von Cuzco nach Aguas Calientes, dem Ausgangspunkt für einen Besuch in Machu Picchu, gibt es noch andere lohnende Ausflugsziele, wie Pisac, Ollantaytambo oder Chinchero!
Außerdem kann man in Cuzco die Ruinen von Sacsayhuamán besichtigen: Dieses unglabliche Denkmal, bestehend aus riesigen Steinquadern, wurde von den Inka-Erbauern genau aufeinander abgestimmt und bündig neben- und aufeinander gesetzt. Saqsaywaman erreicht man zu Fuß von der Plaza de Armas in 30 Minuten – der Ausflug ist jedoch nichts fürs faule Fußvolk: Die Treppen befinden sich auf über 3.400m über dem Meer und da wird die Luft dünn!
Was den Inkas und dort ansässigen Leuten gegen Höhenkrankheit hilft? In Hotels bekommt man den traditionellen Aufguß aus Koka-Blättern.




