Kaum ist es Mitte Oktober, kommt es einem vor, als ob der Sommer schon wieder weit hinter einem liegt. Schaut man aus dem Fenster, sieht man grau in grau, das Wetter am Wochenende lädt entweder zu langen Spaziergängen oder Dauerschlaf ein. Nicht gerade aufregend.

Allerdings gibt’s ja gottseidank die heißgeliebten Billig-Flieger und umweltfreundliche Zugverbindungen, die einen auch mal für ein Wochenende oder ein paar Tage in ganz neue Welten katapultieren, und zwar geographisch gesehen quasi um die Ecke. Lust auf was neues?
Es muss nicht immer Paris, London, Amsterdam oder Berlin sein. Denn es gibt einige Städte, die sich einem vielleicht weniger aufdrängen, wenn man an einen Städtetrip denkt, die aber nicht minder sehens- und erlebenswert sind. tripwolf möchte euch ein paar Anregungen geben, diesmal für Slowenien’s Hauptstadt Ljubljana…
Ljubljana/Laibach – Eine lebendige Metropole mit der Atmosphäre einer Kleinstadt
Der St. Nikolaus Dom, die Galerie der Moderne, oder alles, was man rund um den Prešeren-Platz zu sehen bekommt, nimmt einen sofort für die kleine aber feine Hauptstadt Sloweniens ein. Am schönsten ist das Ufer und seine gebäude, sowie die Brücken über die beiden Flüsse Save und Laibach. Schon immer war Ljubljanas Kultur und Lebensstil von zeitgenössischen Strömungen in Europa bestimmt, was sich auch heute noch in den Strassen der alten Stadt widerspiegelt: Ljubljana kann beispielsweise sehr stolz darauf sein, mit der 1701 gegründeten Academia Philharmonicorum eine der ältesten Philharmonien Europas zu haben.
Schlafen sollte man, wenn man früh genug bucht, im Youth Hostel Celica. Die Jugendherberge im Clubareal Metlikovo mesto war früher ein Gefängnis. Die Zellen sind renoviert, aber noch original.Wer spät dran ist, kann auch auf das günstige aber nette Fluxus Hostel im Stadtzenttrum ausweichen und wer sich östlich schick niederlassen will, kann das m Hotel Lev tun, das behauptet, das einzige 5-Stern Etablissment im Lande zu sein. Ein bisschen ausserhalb liegt das
Das slowenische Essen erfreut sich keiner großen Bekanntheit. Das liegt wohl daran, dass das kleine Land mitten zwischen Österreich, Ungarn und dem Balkan liegt und man sich durch deren Einfluß einfach nie Gedankenüber die Kultivierung einer eigenen Küche gemacht hat. Wer jedoch trotzdem das Ambiente der Stadt “kosten” will, sollte ins Gostilna pri Pavli gehen – beide nicht gerade billig, aber den Besuch wert. Wer am Nachmittag hungrig ist, oder einen kleinen Snack für zwischendurch braucht, ist im Bebo oder der Paninoteka gut aufgehoben, den besten Cafe der Stadt gibt’s bei Cafetino in der Altstadt.
Spätabends und Nachts hat die Stadt auch einiges zu bieten. Großraum, laute Musik, eine junge Crowd und 80er und 90er Musik findet man im Global, im Metelkova Mesto, einem ehemaligen (Plattenbau-)Gebäude der jugoslawischen Armee, kann man zwischen den Dancefloors herumtänzeln, den gothic anmutenden Gesängen der Band Laibach lauschen.




