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Von Bangkok nach Chiang Mai. Endlich wieder durchatmen. Bangkok hat ja durchaus seinen Reiz, beim ersten Besuch habe ich mich in den Bann ziehen lassen und der Wahnsinnstadt hingegeben, aber der zweite Aufenthalt kam nach ein paar Wochen Strandaufenthalt im Süden eher einem klaustrophobischen Erstickungsanfall gleich. Dementsprechend erholsam empfand ich im Vergleich das gemütliche Chiang Mai, die wichtigste Stadt Nordthailands.

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Chiang Mai wird im Volksmund die “Rose des Nordens” genannt, liegt in einem Tal an den Ufern des Ping-Flusses und ist umgeben von Bergketten. Offensichtlich überträgt sich dieser idyllische landschaftliche Aspekt auf die hiesige Atmosphäre, denn das Chiang Mai nach Bangkok die zweitgrößte Stadt Thailands ist, spürt man kaum. Ich würde sogar von Kleinstadt-Charme sprechen, was einerseits an der Architektur liegt, denn statt hoher, moderner Bauweise, findet man viele Gässchen mit kleinen alten traditionellen Teak-Häusern und unzählige wunderschöne, antike Tempel. Andererseits liegt es sicher auch an den Menschen, die sehr persönlich und freundlich mit den Touristen umgehen. Keine Spur von den berüchtigten touristenmüden Thai’s, die maximal Pseudofreundlichkeit an den Tag legen, wenn sie glauben den Farangs (=Wir Westler) das Geld aus den Taschen ziehen zu können.

Chiang Mai gilt als Mekka der Handwerkskunst, auch das ist spür- und sichtbar. Das Angebot an schönen Dingen ist unermesslich, aus Keramik, Seide, Wolle, Leder, Silber und Holz schaffen die vielen in Nordthailand angesiedelten Künstler Kreatives, das zum Shoppen einlädt und nicht die Geld-, sondern die Reisetaschen belastet. Angeboten werden die Waren einerseits in für Thai-Verhältnisse sehr schmucken Läden und andererseits natürlich auf den vielen Märkten, die an gewissen Tagen ganze Straßen lahmlegen.

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Wie in ganz Thailand ist Essen auch im Norden ein großes Thema und die Auswahl an Köstlichkeiten wird in Chiang Mai noch schwieriger, denn natürlich gibt es eine Menge nordische Spezialitäten, wie z.B. Kaow Soi Gai, ein mildes Curry mit Eiernudeln, Huhn und knusprigen Nudeln on top. Unbedingt probieren!

Die Umgebung von Chiang Mai lädt zu Ausflügen in die Natur ein, herausragend dabei der höchste Gipfel Thailands, Doi Ithanon. Berge, Dschungel, Flüsse und Wasserfälle bieten Wander- und Abenteuerlustigen abwechslungsreiche Touren, Rafting, Elefantenreiten, Jeep-Safaris und dergleichen. Aber auch aus kultureller Sicht lohnt sich ein Ausflug in die Berge, denn der Lebensstil der traditionellen Bergvölker scheint von der moderenen Zivilisation noch wenig beeinflusst – sofern man sich ein wenig abseits der “Touristen-Schaudörfer” bewegt.

Die Fahrt in den Norden (übrigens ist Chiang Mai ab Bangkok per Bus oder Zug in ca. 10-14 Stunden zu erreichen) sollte auf keiner Thailand-Rundreise fehlen, es zahlt sich aus. Viel Vergnügen!

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