Keinen Strand vor der Tür? Auch wenn der Atlantik nur in unseren Köpfen rauscht und kein Salz auf unserer Haut brennt, auch wenn wir nur aufs Rad anstatt ins Flugzeug steigen, auch wenn wir nicht selbstgefangenen Fisch am Lagefeuer grillen sondern das Essen beim Kellner bestellen haben wir Lust auf Strand. Denn Strand = Urlaub, Freitzeit, Sonne, Spaß.

Photo in courtesy of Bahoolala
Als Großstadt-Bürgern jenseits der Ozeane sind wir auf die überall aus dem Boden sprießenden City Beaches angewiesen, jenen Oasen, die in deutschen und österreichischen Städten alltagsgeplagten Bürohengsten und -stuten sowie Studenten und sicher auch dem ein oder anderen Touristen das Beach Life quasi vor die Haustür liefern. Wo ein paar Tonnen Sand, bunte Schirmchen, passende Musik und ein wenig Wasser das ganz besonders gut schaffen…
Innercity Beach Hopping – Wiens Strände am Donaukanal
In meiner Wahlheimat Wien bin ich Anfang diesen Sommers fast einem Freudentaumel verfallen, denn erstmals öffnete “Tel Aviv Beach” seine sandigen Pforten. Im Gegensatz zur “Strandbar Herrmann“, einem überlaufenen und wenig kulinarisch anspruchsvollen Plätzchen an den Ufern der Donau oder dem be-pool-ten Badeschiff präsentiert sich dieser Strand der Macher vom “Neni” am Naschmarkt (übrigens auch ein hervorragender Ort, um den Sommer zu genießen) mit israelischen Spezialitäten und sogar Live Musik.
Hamburg liegt trotz Meer am Stadtstrand
Auch in Hamburg scheint mal die Sonne, wie hier am City Beach Club
Auch in Deutschlands Norden gibts trotz Nähe zum Meer Bedarf am Stadt Strand: letztes Jahr bezogen in Hamburg sogar drei neue Beachclubs Quartier: im 21 000 Quadratmeter Gelände des alten England-Fährterminals, hat man die Wahl zwischen „Lago Bay“, „Hamburg del Mar“ oder „Hamburg City Beach Club“? Sie machen nun dem Kiosk „Strandperle“ konkurrenz, der bereits seit einigen Jahren direkt am Wasser Würstchen, Kartoffelsalat und Bier zum Mitnehmen anbietet.
Berlin Mitte – der älteste City Beach Deutschlands
Beachlife Mitten in Berlin. Photo by Schoschie.
Auch in Berlin gibt’s Strandfeeling, denn die Stadt, in der derzeit Bar25 und Co. um ihre Existenz bangen (Stichwort “Mediaspree“), es den großartigen Club der Visionäre gibt und man im Spindler & Klatt auf der Terrasse tanzt, hat auch Strand-mäßig einiges drauf. Da gibt es die „Strandbar Mitte“, deren Palmen, Zitronenbäumchen, Oleanderbüsche auf rund 200 Tonnen Sand gepflanzt sind, oder den „Oststrand“, der neben gemischtem Publikum auch Cocktails und einen Garten mit Terrasse bietet . Der nobelste jedoch ist der Bundespressestrand beim Krankenhaus Charité.




