Wir alle suchen hier und da mal das Abenteuer. Dann begeben wir uns auf den – teils unbequemen – Weg raus aus der Zivilisation und mitten hinein in die Natur, um uns immer wieder vor Augen führen lassen, welche Vielfalt und Schönheit diese hervorbringt. Natürlich wissen wir, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Gegebenheiten der Region dabei das Wichtigste ist, nach dem Motto: nichts mitnehmen außer Fotos, nichts hinterlassen außer Fußabdrücken. Wir stellen euch heute einige Safari-Destinationen vor, die euch bis an den Rand des Abenteuers mitnehmen! 

Hotspot Mexiko
Es ist eine kaum bekannte Tatsache, dass Mexiko als so genannter „Biodiversitäts-Hotspot“ in Sachen Artenvielfalt ganz weit vorn liegt: Etwa zehn bis zwölf Prozent aller weltweit vorkommenden Arten findet man im größten mittelamerikanischen Staat.

So kann man hier gut und gerne den ganzen Urlaub in eine Safari verwandeln. Dank der weitläufigen Dschungelareale kann man sich zwischen den Besichtigungen alter Maya-Ruinen von Brüllaffen anbrüllen lassen oder unzählige einheimische Vogel- und Säugetierarten, wie etwa Jaguare, beobachten. Nicht zuletzt gilt Mexikos Pazifikküste als Eldorado für kleinste und größte Meerestiere. Zum einen brüten hier jährlich Massen von Meeresschildkröten: In einer der zahlreichen, auf nachhaltigen Tourismus spezialisierten Auffangstationen kann man mit anpacken und sich am Tierschutz beteiligen. Zum anderen tummeln sich vor der Küste Walhaie und alle Arten von Walen, denen man beim Schnorcheln und Whale Watching nahekommt.

Foto: flickr, Julian Mason, CC BY 2.0 license
Foto: flickr, Julian Mason, CC BY 2.0 license

Indien: Ranthambore Nationalpark
Das bekannteste der 53 indischen Tiger-Reservate, der Ranthambore Park im Osten des indischen Bundesstaat Rajasthan, ist das ehemalige Jagdrevier des Maharajas. Daher findet man in diesem exotischen Dschungel etliche Überbleibsel aus dem 10. Jahrhundert wie die imposante Festung Ranthambor und alte Jagdschlösser. Die beschwerliche Anreise nimmt man allerdings eher auf sich, um einen Blick auf einen der etwa 50 majestätischen Königstiger zu werfen, die im Park von Rangern vor Wilderern geschützt werden. Willkommen im Dschungelbuch!

Foto: iStock.com/adogslifephoto

Afrika: Krüger Nationalpark

Als größtes Wildschutzgebiets Afrikas beherbergt der südafrikanische Krüger Nationalpark rund 500 Vogelarten, mehr als 110 Arten von Reptilien und etwa 140 Arten von Säugetieren. Für Selbermacher besteht die Möglichkeit, den Park mit einem gemieteten Jeep als Selbstfahrer zu erkunden; auch hierbei bekommt man Tiere wie Elefanten, Nashörner, Zebras und Gnus zu sehen. Allerdings sind einige der Routen erfahrenen Rangern und geführten Touren vorbehalten: die Wahrscheinlichkeit, Löwen und anderen Raubkatzen über den Weg zu laufen, ist auf jenen Touren wesentlich größer. Für eine Safari im Krüger Nationalpark sollte man mindestens 4-5 Tage einberechnen, doch das Abenteuer lohnt sich. Wie oft kommt man sämtlichen „Big Five“ sonst so nahe? Einen kleinen Vorgeschmack darauf, wie es im Krüger Nationalpark abgehen kann, gibt es hier.

Foto: flickr, Bernard Dupont, CC BY-SA 2.0 license
Foto: flickr, Bernard Dupont, CC BY-SA 2.0 license

Australien: Mareeba Wetlands
Safari in Australien geht auch mal außerhalb vom Outback – beispielsweise im Bundesstaat Queensland im Hinterland von Cairns. Typisch australischem Getier wie Kängurus und Wallabies kann man in der Eukalyptus-Savanne den Weg kreuzen, etwas ungewöhnlicher sind da schon die Lagune der Mareeba Wetlands.

Das Interessante hierbei: die Wetlands sind nicht natürlich entstanden. Die Lagunen wurden in den 1990ern von Menschenhand künstlich angelegt, um eine Zerstörung des Ökosystems durch den Zuckerrohranbau zu verhindern und den mehr als 220 Vogelarten Schutz zu bieten. Beinahe könnte man meinen, man befände sich in den Everglades, wenn man mit dem Elektroboot zwischen Seerosen, Kranichen, Störchen und anderen Sumpfvögeln durch das Sumpfgebiet knattert. Sogar drei Süßwasserkrokodile wurden hier eigens eingesetzt, um den Fischbestand zu regulieren. Mit der Übernachtung in einer der Safari Lodges der Gegend unterstützt man darüber hinaus den Naturschutz.

Foto: iStock.com/Uwe-Bergwitz
Foto: iStock.com/Uwe-Bergwitz

Alaska: Denali National Park
Abenteuerlicher als auf Safari in Alaska wird es dagegen kaum. Etwa drei Autostunden von Anchorage entfernt liegt der Denali Nationalpark, der unter anderem den Mt. McKinley beherbergt (inzwischen wird dieser in den USA nach seinem ursprünglichen Namen Denali benannt). Auf Safari im Bear Country kommt man der Natur ganz Nahe, im Idealfall allerdings nicht zu nahe – schließlich wimmelt es hier nur so von Schwarzbären, Grizzlies und Elchen. Von den Rangern wird man glücklickerweise mit ausreichend Wissen für den Fall einer näheren Begegnung ausgestattet und in der Regel halten alle Beteiligten respektvoll Abstand. Die Safari im Denali Park ist definitiv abenteuerlich und nichts für bequeme Reisende (schließlich gibt es im Park auch keine Möglichkeit der Versorgung), doch belohnt wird man nicht nur mit einer unberührten Tierwelt und Natur, sondern auch der überwältigenden Aussicht auf den Denali und die Alaska Range.

 

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2 Comments

  1. Ruedeger von Lutzau

    What about the MASAI MARA???
    STUNNING!!!

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